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Golftour des German-Swiss GC nach Hua Hin

Diesmal hatte es den GSGC nach hua hin verschlagen. Normalerweise sind die Golfplätze dort für Normalverdiener nicht erschwinglich (Green Fees bis zu 3000.- Baht). In den Monaten August und September wird in Hua Hin das Golffestival begangen und während dieser Zeit bieten die meisten Kurse Green Fees von 800.- Baht an. Das war für uns die Gelegenheit die Plätze in dieser Region zu besuchen, gelten einige davon doch als mit die schönsten in Thailand.

So machten sich am Montag 18 Teilnehmer, davon 15 Golfer auf den Weg nach Hua Hin und gegen 11:00 Uhr trafen sich alle auf dem ersten Kurs, dem Palm Hills Golf Club. Da der Kurs ein Stück vor Hua Hin liegt, beschlossen die meisten, erst nach der Runde im Hotel einzuchecken. Gegen Mittag begannen wir mit der Runde, gespielt wurde von den gelben Tees Länge ca. 6450 Yards, also nicht ohne.

Leider war der Platz nicht in seinem Bestzustand, aber wir mussten natürlich davon ausgehen, dass nötige Ausbesserungsarbeiten an den Kursen in der Zeit gemacht werden, in der es die günstigen Preise gibt. Doch da es für alle gleiche Bedingungen gab, konnte sich auch niemand beschweren. Immerhin gelang es 3 Spieler eine recht gute Runde hinzulegen und das ist doch auch schon was. Die technischen Preise Nearest to the Pin gingen an diesem Tag an Diau Pornpan und Ralf Neumann. Nach dem Erfrischungsbier am Golfplatz ging es dann Richtung Hotel. Auf der Strecke gerieten wir dann in einen gewaltigen Regenschauer, der nichts Gutes erahnen ließ. Zum Glück war es nur ein kurzes Gastspiel das uns der Himmel bescherte und an dieser Stelle kann man schon sagen, dass uns das Glück mit dem Wetter, das wir bis jetzt auf jeder Tour hatten, auch dieses Mal treu blieb.

    
 
Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, das übrigens für unsere Zwecke absolut in Ordnung war, teilte sich die Gruppe. Einige wollten nur noch etwas essen und dann ins Bett (die Fahrt und das spielen an einem Tag war auch etwas anstrengend), andere machten einen kleinen Stadtbummel und wieder andere erkundeten schon mal die Seitenstraßen der Altstadt. Am Morgen zur Abfahrt waren alle pünktlich zur Stelle und die Karawane machte sich auf zum nächsten Ziel dem Black Mountain Golfkurs. Viel wurde über diesen Platz geschrieben und erzählt, so sollte er zu den schönsten Plätzen in Thailand gehören. Zuerst einmal hatten wir auf der Anfahrt eine Schlaglochstrecke von etwa 10Km zu bewältigen, die mit Löchern aufwartete, in denen locker ein Kleinwagen Platz hatte (naja ungefähr). Der Platz selbst hatte schon einiges zu bieten, wunderschönes Clubhaus, großartiges Design, leider waren an vielen Löchern Bauarbeiten im Gange, die das Spielvergnügen doch des Öfteren störten. Doch wie schon oben erwähnt, es ist die Zeit des Ausbesserns. Der Kurs war nicht einfach zu spielen, ein ständiges auf und ab sowie etliche Löcher auf denen man „blind“ abschlagen musste forderten die Spieler doch zu konzentriertem Spiel und nicht allen gelang das. Immerhin konnten 2 Spieler ihr Handicap bestätigen oder sogar verbessern. Die technischen Preise gingen an Ralf Neumann (beste Front Nine) und Ernst Baumann (best Back Nine). Das Erfrischungsbier auf der Terrasse des Klubhauses schmeckte allen, die Aussicht auf den Kurs war herrlich und so konnte man auch die „etwas“ überhöhten Preise verschmerzen. Nach dem Bier hatte Günther zum Essen geladen und zwar in ein sehr schönes Thai Lokal direkt am Meer, das keine 10 Meter von unseren Tischen entfernt war. Während die Sonne unterging (kitschig aber schön) wurde ein Thai Essen von allerbester Qualität aufgetragen. Alle waren sich einig, das war Spitze! An dieser Stelle ein großes Danke schön an Günther und Diau, nicht nur für das Essen, sondern auch für die Organisation der Tour. Es hat wie immer alles hervorragend geklappt! Der Abend gehörte den Nachtschwärmern unter denen ich mich diesmal auch befand. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Clubkameraden gelang es, die Stadt Hua Hin um einige Sangsom Coke zu erleichtern. Na ja, ich nehme an, die werden es verschmerzen.

Am Mittwoch stand der Springfield Royal Country Club auf dem Programm. Schon die Anfahrt zum Klubhaus gab einen Vorgeschmack auf den Zustand des Platzes. Überall wurde gearbeitet, Blumen gepflanzt, Gras geschnitten usw. Der Kurs selbst präsentierte sich in sehr gutem Zustand und so stand einer guten Runde nichts im Weg. Soweit die Theorie! Die Praxis sah etwas anders aus. Es gelang zwar einigen Spielern eine durchaus gute Runde, aber es schaffte keiner, sein Handicap zu verbessern, Punkt! Die Gesamtwertung war noch völlig offen und es sollte noch einige Überraschungen geben. Die Abendbeschäftigung wich etwas von der Form der vergangenen Tage ab. In Ermangelung einer Hotelbar hatten sich etliche Spieler entschlossen, zur Selbsthilfe zu greifen. Die Frauen wurden losgeschickt um Essbares (Pizza, Rotwein essbar?) zu besorgen und um die Getränke kümmerten wir uns selbst. Wenigstens das Eis für die Getränke steuerte das Hotel bei. Diese kleine spontane Party führte allerdings dazu, dass am nächsten Tag einige Probleme beim Putten hatten, da sie nicht wussten, ob sie sich übergeben sollten oder doch lieber nicht.

Doch der Reihe nach. Der letzte Golftag sah einige fremde „Gestalten“, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Aber wiederum waren alle pünktlich zur Abfahrt bereit. Unser heutiges Ziel war der legendäre Banyan Golfkurs, der im Jahr 2009/2010 zum besten neuen Golfkurs in Asia Pacific und 2010/2011 zum zweitbesten Golfplatz in Thailand gekürt wurde und man muß sagen, zu Recht. Das Layout und der Zustand des Kurses ließ keine Zweifel aufkommen – das war das Highlight der Tour. Was die Macher des Clubs dort in die Berge gezaubert hatten war allerfeinste Sahne, auch das Clubhaus vom Besten. Leider ließ uns die Technik etwas im Stich, das in jedem Cart installierte GPS funktionierte nur selten und die Scoreseite, die uns die Techniker eingebaut hatten funktionierte überhaupt nicht. Aber was sollen solche Kleinigkeiten bei so einem Golftag. Die Überraschungen, von denen ich sprach, fanden an diesem Tag statt. Zwei Traumrunden von Nueng (44 Stableford) und Ernst Baumann (41 Stableford) schüttelten die Gesamtwertung gehörig durcheinander.

Die Siegerehrung fand am Abend im Lokal Papa John statt. Der German-Swiss-Golfclub hatte eingeladen und gegessen wurde diesmal a la Carte. Die Auswahl war riesengroß und anschließend waren sich alle einig, die Qualität stimmte bei jedem Essen. Man kann jedem empfehlen der nach Hua hin kommt, besuch Papa John zum Abendessen und Du wirst es nicht bereuen! Anschließend führte der Sekretär Helmut Wolf die Siegerehrung durch. Gewertet wurden die drei besten Ergebnisse der Spieltage. Bei den Frauen war es eine mehr oder weniger klare Sache, nicht so bei den Männern. Am Ende waren zwei Spieler punktgleich und auch beim zählen des Streichergebnis änderte sich nichts, denn beide hatten das gleiche. So entschied sich die Teamleitung den Preis zu teilen und zwei 1. Plätze zu vergeben.

      

Gesamtwertung Männer Hua Hin 2011 
1. Platz Ernst Baumann                                   31  36  41 108                       Stableford
1. Platz Ralf Neumann                                           37  35  36 108                       Stableford
Gesamtwertung Frauen Hua Hin 2011
1. Platz          Rattana Hinsungnoen (Nueng)                  26  24  44           94                       Stableford 
 
Der Abend klang mit einem gemütlichen Teil teils im Hotel, teils in Hua Hin aus und alle waren sich einig, es war super. Einige konnten gar nicht glauben, dass die Zeit schon wieder vorbei war. Aber alles hat ein Ende nur die Wurst usw. 

Von meiner Seite noch einmal vielen Dank an alle, die sich für diese Tour eingebracht haben und wir wollen hoffen, dass die Tradition der Golftouren im German-Swiss-Golfclub weitergeführt wird. In diesem Sinne alles Gute und bis bald

 

Helmut Wolf

Sekretär German-Swiss-GC 


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