Deutschland verteidigt den Ryder Cup
Alle 2 Jahre findet er statt, sowohl der „richtige“ Ryder Cup, als auch der des German-Swiss-Golfclubs. Im Januar war es wieder soweit und die beiden Mannschaften, Titelverteidiger Deutschland und das Schweizer Team trafen in Soi Dao aufeinander. Leider gab es im Vorfeld der Veranstaltung einige Dissonanzen, hauptsächlich wegen der Entscheidung, diesmal mit 75% Handicap Vorgabe zu spielen. Das führte dazu, dass einige Spieler der deutschen Mannschaft ihre Teilnahme für diesen Ryder Cup absagten und damit die Mannschaft doch anders aussah, als wir dachten. Zusätzlich mussten wir am ersten Tag auf die Nummer 2 Bruno verzichten, der sich eine fiebrige Erkältung zugezogen hatte. Dass es trotz allem die richtige Entscheidung war, zeigten die Spiele am Freitag und Samstag, denn es waren durchwegs knappe Ergebnisse (bei einer Handicap Spanne von 5 bis 33) und so sollte eine Veranstaltung dieser Art innerhalb eines Golfclubs auch sein. An dieser Stelle erst mal ein großes Lob und vielen Dank an die Spieler beider Teams für ihre kämpferische Leistung, an die Kapitäne für ihre Arbeit und an das Organisationsteam für das Drumherum, wie man in Bayern sagt.
Der Ryder Cup begann für 19 Spielerinnen und Spieler schon mit der Anreise am Donnerstag den 20. Januar. Leider war an diesem Tag das Hotel in Soi Dao bis auf das letzte Zimmer ausgebucht und so waren wir im 10 Minuten entfernten Natural Garden Resort untergebracht, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Einige nutzten den Nachmittag für eine Proberunde und einige ruhten sich für das große Ereignis aus. Am Abend hatten wir ein Thai Buffet bestellt und es mussten schon einige Flaschen mit dem schwarzen Etikett und auch andere dran glauben.
Der nächste Morgen begann mit dem Frühstück in Soi Dao und dann warteten alle auf die Ankunft der restlichen Mitspieler. Als der Kapitän der Schweizer Mannschaft Thomas Rechsteiner mit den Trikots eintraf merkte man, wie die Spannung stieg. Als dann die Paarungen für den ersten Tag bekanntgegeben wurden, war der Höhepunkt erreicht. Alle warteten nun auf den ersten Flight und dieser ging dann auch pünktlich m 12:30 Uhr auf den Kurs. Der Golfkurs war wie immer in einem hervorragenden Zustand, davon hatte man sich am Vortag überzeugen können und so fanden alle Spieler sehr gute Bedingungen vor. Die ersten 18 Löcher waren in jedem Flight hart umkämpft und so lautete das Ergebnis am Ende dieses Tages Schweiz 4 – Deutschland 2. Am Abend lud der Grillmeister Fritz Schanzer zum Barbecue mit Grillfleisch, Würstchen und anderen Köstlichkeiten. Das Hotel versorgte uns mit Spaghetti,
verschiedenen Saucen und Salaten und auch einige Thai Spezialitäten fehlten nicht. Diejenigen, die noch im Natural Garden wohnten, fuhren etwas früher zurück, um sich mental auf den nächsten Tag vorzubereiten. Allzu früh wollte man aber doch nicht ins Bett und so saß man doch noch eine Weile zusammen und genehmigte sich noch ein Schlückchen. Wie wir am nächsten Tag erfuhren taten es uns einige Schweizer in Soi Dao gleich und so war hier das Ergebnis schon mal unentschieden.
Der Tag der Wahrheit, der Samstag, war gekommen. Alle Teilnehmer waren bis auf das äußerste konzentriert (oder versuchten es zumindest) und so ging um 08:30 Uhr der erste von 6 Flights auf die Runde. Die deutsche Mannschaft wollte unbedingt zurückschlagen und die Schweizer waren natürlich bestrebt, den Vorsprung zu halten oder sogar auszubauen. Bei diesem “ klassischen Foursome“ schlägt einer die geraden und einer die ungeraden Löcher ab. Danach wird der Ball (es wird nur ein Ball gespielt) abwechslungsweise bis ins Loch gespielt. An diesem Vormittag hatten die Deutschen die bessere Aufstellung (oder die glücklichere Hand?) und so endete dieser Teilabschnitt mit 5:1 für die Deutschen. Damit stand es vor der letzten Spiel Deutschland 7 – Schweiz 5. Danach gab es eine Mahlzeit im Restaurant in Form von Spaghetti und Nudelsuppe, so dass jeder gut gestärkt an die letzte Disziplin herangehen konnte.
Am Nachmittag folgte die Königsdisziplin, die Einzel. Die Auslosung ergab, dass sich die besten Spieler (laut Handicap) beider Teams im letzten Flight gegenüber standen und somit war Spannung bis zum letzten Loch gewährleistet. Dieser Flight sollte am Ende auch den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Das heißt jedoch nicht, dass die anderen Spieler nichts dazu beigetragen hätten. Ganz im Gegenteil!!! Alle Spieler gaben ihr Bestes und besonders diejenigen mit den höheren Handicaps brachten teilweise überraschende Ergebnisse, die nicht unbedingt erwartet wurden. Doch zurück zu den Einzeln. Fritz hatte das Zählen übernommen und nachdem 5 Paarungen zurück im Clubhaus waren kam der Ausspruch von Fritz: „Des werd verdammt eng“. Zitat Ende. Und so war es auch! Der Kampf wogte hin und her und wie schon erwähnt, entschieden die beiden letzten Spieler das Match für ihr Team und so hieß der Gewinner wieder Deutschland. Das Endergebnis lautete
Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Freundschaft. Natürlich waren die Deutschen etwas glücklicher und vielleicht etwas ausgelassener, aber das Wichtigste war, dass man die Leistung des Anderen anerkannte. Das zeigte sich auch beim Feiern, denn das konnten beide Teams recht gut. Nach dem reichhaltigen Thai Buffet, aufgepeppt mit Seafood ergriff der Präsident des German-Swiss-Golfclubs Christoph Balzli das Mikrophon und begrüßte die Teilnehmer. Er bedankte sich bei beiden Mannschaften für den fairen Umgang und gratulierte dem deutschen Team zum Erfolg. Danach übergab der Kapitän der Schweizer Mannschaft den Pokal unter großem Jubel an den Kapitän der deutschen Mannschaft Harry Schuster. Der bedankte sich sowohl bei den Mitgliedern seines Teams als auch bei dem „Gegner“ für die Art und Weise wie die vergangenen Tage abgelaufen sind und fügte hinzu, dass diese Veranstaltung wieder stattfinden sollte, wenn auch mit leicht veränderten Regularien. Danach war nur noch Party und zwar von beiden Seiten und das zusammen. Wie immer bei solchen Veranstaltungen gab es am Morgen viele verschiedene Arten von Gesichtern zu bewundern. Das Essen mit Messer und Gabel bereitete dem Einen oder Anderen noch etwas Probleme, aber ich glaube, das hat sich inzwischen wieder gelegt.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, diese Veranstaltung durchzuführen. Mein spezieller Dank geht auch an meine Gäste Wolfgang, Charly und Jürgen, die sich nahtlos in den Ablauf integriert haben und wie ich glaube auch ihren Spaß hatten. Ihr seid jederzeit herzlich willkommen!
Was man nicht vergessen sollte: Am Samstag gelang unserem Kameraden Andy Wegener am dritten Loch einem sehr schweren Par 3 ein Hole in One!!!!!! Herzlichen Glückwunsch!! Andy beteiligte sich dann auch an der Party mit einem ansehnlichen Geldbetrag. Vielen Dank Andy!
Das Fazit ist recht einfach: Es war spitze!!!!! Das ist nicht nur meine Meinung, das ist der allgemeine Tenor und ich glaube, wenn es in 2 Jahren wieder heißt Auf geht’s zum Ryder Cup werden wir wieder schlagkräftige Teams haben.
Sekretär German-Swiss-Golfclub
Spieler Team Deutschland Spieler Team Schweiz
Nico Einbecker Zion Asaban
Bruno Kleineidam Werner Hofmann
Ralf Neumann Ernst Baumann
Harry Schuster Marco Andrighetto
Helmut Wolf Christoph Balzli
Andy Wegener Thomas Lüscher
Willi Buschmann Turi Nagel
Joachim Oestreicher Peter Vetterli
Heiner Strobel Reto Wahrenberger
Michael Wittmaack Ernst Sommer
Schaefer Rüdiger Thomas Rechsteiner
Olaf Struve Anton Schopfer
Joe Schreiner Gerry Widmer
Bis dahin viele Grüße
Helmut Wolf






